Der Harz und seine Wanderwege




Das höchste Mittelgebirge Norddeutschlands, der Harz, gehört in Teilen zu Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Die höchste Erhebung des Harzes bildet der Brocken mit 1142 Metern Höhe über dem Meeresspiegel. Der Artenreichtum der Flora und Fauna dieses Mittelgebirges ist beeindruckend. Fichtenwälder, Hochmoore lassen sich im Nationalpark Harz sowie in drei Naturparks und im Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz ebenso bewundern wie Auerhühner, Wanderfalken und der im Harz wieder ausgewilderte Luchs.

Als Wetterscheide, die der Harz in der Landschaft bildet, sammelt sich in dem Gebirge feuchte Luft, die oftmals zur berühmt-berüchtigten Nebelstimmung beiträgt. Es überrascht deshalb kaum, warum so viele Mythen und Geschichten im Harz und rund um den Brocken entstanden. Vom Brocken aus genießen Wanderer und Radler mit ein wenig Glück faszinierende Ausblicke bis in das Rothaargebirge und zur Rhön. Wer des Laufens müde ist, erreicht den Brocken auch mit der schnaufenden Brockenbahn, einer Schmalspurbahn, die zwischen Wernigerode und Brocken verkehrt.

Zu den beliebtesten Wanderwegen im Harz zählen der Harzer-Hexen-Stieg, der Karstwanderweg, der Kaiserweg und der Selketalstieg:
im Bodetal
im Bodetal
Eine Wanderreise am Harzer-Hexen-Stieg führt Sie auf fast 100 Kilometern Strecke von Osteroder über den Brocken und schließlich durch das Tal der Bode bis nach Thale. Osterode begeistert mit seinen Burgruinen, einem imposanten Kornmagazin und seinem markanten Rathaus am Markt. Unterhalb des Brockens trifft der Harzer-Hexen-Stieg auf den Goetheweg. Goethe bestieg 1777 den Brocken und ließ seine Erlebnisse in den „Faust“ einfließen.  Schon bald führt der Qualitätswanderweg immer entlang des Oberharzer Wasserregals, ein im 16. Jahrhundert erschaffenes System zur Wasserleitung und -speicherung. Vorbei an urigen Felsen und durch dichte Wälder laufen Sie entlang der Königshütter Überleitungssperre bis nach Rübeland, wo sich ein Besuch der Tropfsteinhöhlen lohnt. Immer entlang der Bode führt der Harzer-Hexen-Stieg vorbei an der Wendefurther und der Rappbode-Talsperre, die größte Trinkwasser-Talsperre Deutschlands. Durch das Bodetal, der „Grand Canyon des  Nordens“, erreichen Sie Thale und damit den Endpunkt des Harzer-Hexen-Stieges. Von hier aus bieten sich Ausflüge zur sagenumwobenen Roßtrappe und zum Hexentanzplatz an.

die Steinkirche bei Scharzfeld
Auch der 200 Kilometer lange Karstwanderweg beginnt in Osterode. Der längtste Wanderweg im Harz führt Wandernde durch den Naturpark Südharz bis nach Pölsfeld und vorbei an insgesamt sechs Erdfallseen und unterschiedlichsten Gesteinsformationen, z.B. Dolomit, Gipskarsthöhlen und Buntsandstein.

Der Kaiserweg führt von der Kaiserpfalz in Goslar im Harz bis nach Tilleda, in das Kyffhäusergebirge. Der Name des Wanderweges lässt bereits erahnen, dass es sich um eine thematische Route handelt, die den deutschen Kaisern und Königen des Mittelalters im Harz gewidmet ist. Die historischen Pfade führen Wanderer von Nord nach Süd durch Niedersachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt.

Selketalbahn
die Selketalbahn

Mit nur 72 Kilometern Strecke handelt es sich bei dem Selketalstieg um den kürzesten Wanderpfad im Harz. Dem Fluss Selke folgend, streift der Wanderweg den westlichen Teil des Harzes zwischen Stiege und Quedlinburg ebenso wie die Via Romana, eine Pilgerstraße aus dem 13. Jahrhundert.

Besonders viel Freude bereiten Wanderreisen im Harz, wenn Sie sich am Projekt „Harzer Wandernadel“ beteiligen und während der Wanderungen Stempel im „Wanderpass“ sammeln. Mittlerweile gibt es insgesamt 222 Stempelstellen im Harz.  Auf die Stempel, fertig, los!




Der Harz bietet vielfältige Möglichkeiten zum Wandern und Entdecken. Wandern Sie mit dem Reiseveranstalter AugustusTours entlang des Harzer-Hexen-Stiegs, genießen Sie die herrliche Natur und lassen Sie sich von den Sagen und Mythen verzaubern.  AugustusTours unterstützt Sie bei der Reiseplanung gern mit Rat und Tat!
Text: AugustusTours
Fotos: Harzluchs Fotogalerie



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